Jah B · Jamaica Blue Mountain Coffee

Jah B

Die Jah B Coffee Story


Dieser fantastische Doppel-Regenbogen begrüsste uns im November 2011 in den Blue Mountains, als wir gerade von Kingston angekommen waren.

Nachdem wir einige Monate zuvor bereits ein paar Tage in Jah B's Gästehaus verbracht hatten, um den Blue Mountain Peak (2256m) zu erklimmen, waren wir diesmal aus einem anderen Grund hier: Kaffee

Schon 2009, bei unserem allerersten Besuch in Jah B's Guesthouse, waren wir als passionierte Kaffeeliebhaber begeistert von dem köstlichen Blue Mountain Kaffee, der uns dort serviert wurde. Bei unserem nächsten Jamaica-Aufenthalt im April 2011 unterhielten wir uns länger mit Jah B und erfuhren so von seinem Ziel, als erster unabhängiger Kleinbauer eine eigene Lizenz für den Anbau, die Vermarktung und den Export von jamaikanischem Blue Mountain Kaffee zu erlangen.

In Jamaika gibt es im wesentlichen 2 Arten von Kaffeefarmen: Auf der einen Seite relativ grosse, meist zentral bewirtschaftete Farmen, die typischerweise im Besitz von wenigen sehr reichen Familien oder von ausländischen Investoren - oft aus Japan oder China - sind.

Der meiste Kaffee wird jedoch von Kleinbauern angebaut, die oft nur sehr kleine Flächen bewirtschaften. Diese Kleinbauern müssen - da sie den Kaffee nicht selbst verarbeiten dürfen - die noch rohen Kaffeekirschen zu relativ niedrigen Preisen an die grossen Kaffeeverarbeiter verkaufen, die den so erworbenen Kaffee dann mischen und unter ihrer eigenen Marke anbieten. Zu den grössten und bekanntesten Firmen dieser Art zählen zum Beispiel die „Mavis Bank Coffee Factory“ mit ihrer Marke „Jablum“ oder die „Wallenford Coffee Company“, die ihre Wurzeln im kolonialen System hat.

Jah B wollte sich nicht damit abfinden nur Kaffeekirschen-Lieferant für diese Konglomerate zu sein. Als er 2009 die Möglichkeit bekam, die seit 20 Jahren brach liegende Kaffeefarm „Radnor Estate“ zu bewirtschaften, begann er trotz bescheidenster Mittel sofort damit die Farm nach und nach wieder zu bewirtschaften.

Als wir im November 2011 Radnor Estate das erste Mal sahen, waren wir sofort von diesem besonderen Ort begeistert. Historische Mauerreste, ein uraltes Wasserrad, Kaffee- und Bananenpflanzen inmitten einer urwüchsigen, von steilen Hängen geprägten Landschaft.

In den nächsten Tagen haben wir dann gemeinsam mit Jah B ein Konzept erarbeitet um die Farm produktiver zu machen und um den für die Lizenzierung notwendigen Anforderungen zu entsprechen. Im Rahmen unserer Möglichkeiten konnten wir auch eine Finanzierungszusage machen, um diese Entwicklung zu unterstützen und eine angemessene Entlohnung der Mitarbeiter auf der Farm sicherzustellen.

So konnte sich die Farm 2012 ausgezeichnet entwickeln, bis schliesslich im Oktober der Hurricane „Sandy“ über dem Osten Jamaicas wütete. Dadurch wurden viele Pflanzen geschädigt, schlimmer jedoch verbreitete sich nach dem Hurricane eine neue Krankheit auf den Kaffeepflanzen: der sogenannte „Coffee Leaf Rust“.

Diese Krankheit - eingeschleppt durch den Hurricane und begünstigt durch das sehr feuchte Klima in den Blue Mountains - befiel in kürzester Zeit einen Grossteil der Kaffeepflanzen.

Erst nach etlichen Monaten gelang es durch den Einsatz von pflanzenstärkenden Mitteln den Befall zurückzudrängen. Da Kaffee eine sehr langsam wachsende Pflanze ist - es dauert Jahre bis eine neugezogene Pflanze Kaffeekirschen ausbildet - wurde alles unternommen um den bestehenden Pflanzenbestand zu gesunden.

Parallel dazu wurden hunderte Sämlinge hochgezogen und nach einigen Monaten Vorzucht auf der Farm ausgepflanzt.

Nach über 4 Jahren harter Arbeit wurde im November 2013 ein wichtiges Etappenziel erreicht: Die Farm entsprach endlich den Anforderungen der lizenzierenden Behörde, dem Coffee Industry Board of Jamaica und Jah B erhielt die Erlaubnis seinen Kaffee selbst zu vermarkten und zu exportieren.

Damit waren auch die Voraussetzungen gegeben, eine Importlizenz für unsere Firma Grow City zu beantragen. Nach der Überwindung einiger bürokratischer Hürden konnten wir im November 2014 als erstes österreichisches Unternehmen die begehrte Genehmigung in Händen halten.

Da Jamaica Blue Mountain Coffee nur erntefrisch exportiert werden darf, dauerte es schliesslich noch bis März 2015, bis die ersten Holzfässer mit Rohkaffee in Wien eingetroffen sind.

Daher freuen wir uns sehr, diesen aussergewöhnliche Kaffee exklusiv in Europa anbieten zu können.

Jamaica Blue Mountain Coffee

Jamaica Blue Mountain Coffee


Jamaikanischer Blue-Mountain-Kaffee gehört zur obersten Kategorie der Kaffeespezialitäten. Die Kaffeesträucher werden zwischen 910 Metern und 1700 Metern Höhe angebaut.

Das Anbaugebiet beträgt gerade mal 6.000 Hektar. Der Nebel, kühle Temperaturen und ein starker Niederschlag sind in den Blue Mountains die Hauptfaktoren für ein besonderes Klima.

Dadurch reifen die Kaffeekirschen sehr langsam und entfalten ein wunderbar ausgewogenes und vollmundiges Aroma.

Jah B Coffee wird im besten Anbaugebiet der Blue Mountains liebevoll von Hand gezüchtet und sorgfältig verarbeitet. Unsere Farm - Radnor Estate - liegt auf 1000 m Seehöhe in der Nähe des Blue Mountain Peak.

Jamaica Blue Mountain Coffee ist grundsätzlich für jede Zubereitungsart geeignet. Um das volle Aromenspektrum zu erleben, empfehlen wir die Zubereitung mit einer AeroPress, einer French Press oder einer Chemex-Karaffe.

Einen Überblick über verschiedene Zubereitungsmethoden bietet Coffee Circle.